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Kraftfahrzeugöl-Normen: Leitfaden zur Auswahl des richtigen Motoröls

Kraftfahrzeugöl-Normen: Leitfaden zur Auswahl des richtigen Motoröls

Die Wahl des richtigen Kraftfahrzeugöls für Ihr Fahrzeug erfordert ein Verständnis der von Herstellern weltweit verwendeten Normungssysteme. Dieser umfassende Leitfaden hilft Ihnen, die verschiedenen Ölklassifizierungssysteme – darunter API, SAE, ACEA und ILSAC – zu verstehen und das optimale Motoröl für den Motor Ihres Fahrzeugs auszuwählen.

Kraftfahrzeugöl-Klassifizierungssysteme verstehen

Moderne Motoröle werden nach mehreren international anerkannten Normen klassifiziert. Die vier wichtigsten Systeme, denen Sie begegnen werden, sind:

  • SAE (Society of Automotive Engineers) – Definiert Viskositätsklassen
  • API (American Petroleum Institute) – Klassifiziert Öle nach Leistungsniveau und Motortyp
  • ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) – Europäische Normen für Ölleistung
  • ILSAC (International Lubricant Standardization and Approval Committee) – Gemeinsame amerikanisch-japanische Normen
Kraftfahrzeugöl-Normen:
API
SAE
ACEA
ILSAC

API-Ölklassifizierungsnorm

Die 1947 entwickelte API-Norm ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten Ölklassifizierungssysteme. API-Bezeichnungen helfen Ihnen, Öle zu identifizieren, die auf die spezifischen Anforderungen Ihres Motors zugeschnitten sind – mithilfe eines Zwei-Buchstaben-Codesystems.

API-Ölkennzeichnungen lesen und verstehen

API-Kennzeichnungen bestehen aus zwei Buchstaben, die wesentliche Informationen liefern:

  1. Erster Buchstabe – Motortyp:
    • „S” (Service) – Benzin-/Ottomotoren
    • „C” (Commercial) – Dieselmotoren
    • Doppelbezeichnung (z. B. „SN/CF”) – Universalöle für beide Motortypen
  2. Zweiter Buchstabe – Leistungsniveau:
    • Für Benzinmotoren: C, D, E, F, G, H, J, L, M, N, P (alphabetisch aufsteigend)
    • Für Dieselmotoren: B, C, D, E, F, G, H, I, J (alphabetisch aufsteigend)
    • Buchstaben näher am Ende des Alphabets weisen auf neuere Normen und fortschrittlichere Formulierungen hin

SAE-Viskositätsklassensystem

Die SAE-Norm klassifiziert Motoröle anhand der Viskosität – der Dicke und den Fließeigenschaften des Öls bei verschiedenen Temperaturen. Das Verständnis der SAE-Bewertungen ist entscheidend für die Auswahl eines Öls, das dem jeweiligen Klima entspricht.

Winteröle (W-Klassen)

Öle mit der Bezeichnung „W” (Winter) sind für den Betrieb bei Kälte konzipiert:

  • 0W – Geeignet für Temperaturen bis -30 °C bis -35 °C (-22 °F bis -31 °F)
  • 5W – Wirksam bis -25 °C bis -30 °C (-13 °F bis -22 °F)
  • 10W – Funktioniert bei -20 °C bis -25 °C (-4 °F bis -13 °F)
  • 15W – Einsatzbereich -15 °C bis -20 °C (5 °F bis -4 °F)
  • 20W – Geeignet für -10 °C bis -15 °C (14 °F bis 5 °F)

Viskositätsbewertungen bei hohen Temperaturen

Die zweite Zahl bei Mehrbereichsölen (z. B. 5W-30) gibt die Hochtemperaturviskosität an:

  • 30 – Optimal für Umgebungstemperaturen bis 35 °C (95 °F)
  • 40 – Geeignet für Temperaturen bis 40 °C (104 °F)
  • 50 – Ausgelegt für Temperaturen bis 45–50 °C (113–122 °F)
  • 60 – Für extreme Hitzebedingungen über 50 °C (122 °F)

ACEA – Europäische Ölnormen

Die 1996 eingeführte und regelmäßig aktualisierte europäische Norm (aktuelle Version: ACEA 2016) stellt strengere Prüfanforderungen als die API-Klassifizierungen. ACEA-Kategorien sind besonders wichtig für Fahrzeugbesitzer in Europa.

ACEA-Ölkategorien

  • A-Reihe – Benzin-/Ottomotorenöle für Personenkraftwagen
  • B-Reihe – Dieselmotorenöle für leichte Nutzfahrzeuge
  • C-Reihe – Kompatible Öle für Fahrzeuge mit Katalysatoren und Dieselpartikelfiltern (DPF)
  • E-Reihe – Schwerlast-Dieselöle für Nutzfahrzeuge und LKW

Moderne europäische Fahrzeuge, insbesondere von Herstellern wie BMW, Mercedes-Benz und der Volkswagen Gruppe, erfordern häufig Öle der ACEA C-Reihe, um fortschrittliche Abgasreinigungssysteme zu schützen.

ILSAC-Normen für asiatische und amerikanische Fahrzeuge

Die gemeinsam von amerikanischen und japanischen Fahrzeugherstellern entwickelte ILSAC-Norm orientiert sich eng an den API-Spezifikationen und legt dabei besonderen Wert auf Kraftstoffeffizienz sowie den Schutz von Abgasreinigungssystemen.

ILSAC-zu-API-Entsprechungstabelle

  • GF-2 (ILSAC) = SJ (API)
  • GF-3 (ILSAC) = SL (API)
  • GF-4 (ILSAC) = SM (API)
  • GF-5 (ILSAC) = SN (API)
  • GF-6 (ILSAC) = SP (API) – Neueste Norm

Eine besondere Kategorie, JASO DX-1, gilt speziell für japanische turboaufgeladene Dieselmotoren und moderne Motoren mit strengen Abgasnormen.

Das richtige Motoröl für Ihren Motor auswählen

Die Wahl des geeigneten Motoröls hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Motoralter, Betriebsbedingungen und Klima. Befolgen Sie diese Richtlinien für einen optimalen Motorschutz:

Ölauswahl nach Motorzustand

  • Neue Motoren (0–25 % der Nutzungsdauer):
    • Empfohlen: 5W-30 oder 10W-30
    • Diese niedrigviskosen Öle bieten eine optimale Schmierung für die engen Toleranzen neuer Motoren
  • Motoren im mittleren Lebenszyklus (25–75 % der Nutzungsdauer):
    • Sommerbetrieb: 10W-30, 15W-40
    • Winterbetrieb: 5W-30
    • Ganzjahresnutzung: 5W-40
    • Diese Motoren vertragen eine breitere Palette an Viskositäten
  • Motoren mit hoher Laufleistung (75 %+ der Nutzungsdauer):
    • Sommerbetrieb: 15W-40 oder 20W-40
    • Winterbetrieb: 5W-40 oder 10W-40
    • Ganzjahresnutzung: 5W-40
    • Höherviskose Öle helfen, erhöhten Motorverschleiß und größere Lagerspiele auszugleichen

Bewährte Vorgehensweisen beim Ölwechsel

  • Lesen Sie stets das Fahrzeughandbuch für die vom Hersteller empfohlenen Ölklassen
  • Behalten Sie beim Markenwechsel dieselbe Viskositätsklasse und dasselbe Leistungsniveau bei
  • Bleiben Sie beim Wechsel der API-Bewertung innerhalb von 2 Klassen (z. B.: Wenn Ihr Motor SJ erfordert, sind SH oder SL akzeptabel)
  • Kaufen Sie Öl nur von renommierten Herstellern, um Qualität und Motorlebensdauer zu gewährleisten
  • Erwägen Sie synthetische Öle für extreme Betriebsbedingungen oder Hochleistungsmotoren
Motoröl einfüllen

Fazit: Die richtige Ölwahl schützt Ihre Investition

Das Verständnis von Kraftfahrzeugöl-Normen ist unerlässlich, um die Motorgesundheit und Leistung Ihres Fahrzeugs zu erhalten. Durch die Auswahl des richtigen Öls gemäß API-, SAE-, ACEA- oder ILSAC-Spezifikationen stellen Sie eine optimale Schmierung sicher, reduzieren den Motorverschleiß und verlängern die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs.

Denken Sie daran, dass eine ordnungsgemäße Fahrzeugwartung weit über den Ölwechsel hinausgeht. Wenn Sie planen, ins Ausland zu fahren, stellen Sie sicher, dass Sie alle erforderlichen Dokumente dabei haben. Vergessen Sie nicht, auf unserer Website Ihren Internationalen Führerschein zu beantragen, um überall, wo Ihre Reisen Sie hinführen, rechtlich abgesichert zu sein.

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