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Wofür ist Österreich bekannt?

Wofür ist Österreich bekannt?

Österreich ist bekannt für das imperiale Wien, die Alpenlandschaft, klassische Musik, Kaffeehauskultur, Skifahren, prachtvolle Paläste und einige der bekanntesten Kulturikonen Europas. Offizielle österreichische Quellen präsentieren das Land durch Berge, Musik, historische Städte, Kulinarik und kulturelles Erbe, während die UNESCO 12 Welterbestätten in Österreich ausweist – ein klares Zeichen dafür, wie stark das Land mit Kultur und Landschaft verbunden ist.

1. Wien

Österreich ist vor allem wegen Wien bekannt, denn die Hauptstadt prägt das internationale Image des Landes stärker als jede andere Stadt. Sie vereint vieles von dem, was Menschen am häufigsten mit Österreich verbinden: imperiale Geschichte, Musik, Kaffeehauskultur, prachtvolle Architektur, Heurigenkultur und ein gepflegtes Stadtleben, das dennoch der Tradition verhaftet geblieben ist. Deshalb steht Wien im Mittelpunkt des österreichischen Rufs. Die Stadt repräsentiert das Land nicht durch ein einzelnes Monument, sondern als Gesamtbild – Ringstraße, Stephansdom, Staatsoper, Museen, Kaffeehäuser und historische Gassen fügen sich zu einem unverwechselbaren nationalen Image zusammen.

Anfang 2026 hatte die Stadt rund 2,04 Millionen Einwohner, was sie mit Abstand zur größten Stadt Österreichs und einem der bedeutendsten städtischen Zentren der Region macht. Doch ihre Bedeutung ist nicht nur demografischer Natur. Wien ist auch deshalb ungewöhnlich, weil Kaffeehäuser, Heurigen, Musikinstitutionen und historische Bauten Teil des alltäglichen Stadtlebens geblieben sind und nicht bloß als touristische Symbole dienen.

Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger, im 13. Bezirk Wiens, Österreich

2. Die Alpen

Schneebedeckte Gipfel, Seen, Täler, Skipisten und Bergdörfer sind dort nicht nur Teil der Landschaft – sie sind einer der Hauptgründe, warum Österreich so rasch wiedererkannt wird. Das ist kein bloßes Reiseklischee: Die Alpen bedecken mehr als 60 % des österreichischen Staatsgebiets, weshalb sie eher zentral als peripher wirken. Die Berge sind nicht nur mit Wandern und Sommerurlaub verbunden, sondern auch mit Skifahren, Wintersport und verlässlichen Schneeverhältnissen in Regionen wie Tirol und dem SalzburgerLand. Österreichs höchster Berg, der Großglockner, erhebt sich auf 3.798 Meter und setzt dem Alpenprofil des Landes ein weiteres markantes Symbol.

3. Salzburg

Mozart, Barockarchitektur, Kirchenkuppeln, Festungsblicke und eine kompakte Altstadt, die sich sofort einprägt. Es ist eine jener Städte, deren Identität unmittelbar klar ist. Anders als Wien, das Österreich durch imperiale Größe und Hauptstadtflair repräsentiert, ist Salzburg bekannt für ein konzentrierteres Kulturimage, das sich um Musik, alte Gassen und eine dramatische Lage zwischen Hügeln und Bergen aufbaut. Die barocke Altstadt blieb ungewöhnlich gut erhalten und prägt das Stadtbild bis heute. Mit der Festung Hohensalzburg über dem Zentrum und einem international anerkannten historischen Kern wurde Salzburg weit mehr als eine angenehme Regionalstadt.

Panoramablick auf die historische Stadt Salzburg, Österreich, mit der markanten Festung Hohensalzburg auf dem Festungsberg

4. Mozart

Sein Name steht nicht nur für österreichische Musik, sondern für das übergeordnete Ideal künstlerischer Brillanz auf höchstem Niveau. Für viele Menschen weltweit ist Mozart einer der ersten Namen, den sie mit Österreich verbinden – ein Beleg für sein enormes Gewicht im Ruf des Landes. Er wurde 1756 in Salzburg geboren, und die Stadt präsentiert sein Erbe bis heute durch sein Geburtshaus in der Getreidegasse und seinen späteren Wohnsitz auf unmittelbare und greifbare Weise. Doch Mozarts Bedeutung reicht weit über eine einzelne Stadt hinaus. Seine Opern, Sinfonien, Kammermusikwerke und Sakralmusik trugen dazu bei, Österreich zu einem der zentralen Länder in der Geschichte der klassischen Musik zu machen.

5. Klassische Musik und die Wiener Staatsoper

Österreich ist bekannt für klassische Musik, weil das kulturelle Image des Landes enger als anderswo mit Komponisten, Konzertleben und bedeutenden Aufführungsstätten verknüpft ist. Wien steht im Mittelpunkt dieses Rufs. Die Stadt ist nicht nur mit großen Namen der Musikgeschichte verbunden, sondern mit einer lebendigen Aufführungskultur, die der klassischen Musik bis heute einen sichtbaren Platz im städtischen Alltag gibt. Die Wiener Staatsoper ist eines der deutlichsten Symbole dieses Stellenwerts – sie gilt als eine der prägenden Institutionen der Stadt und als eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt.

Besonderes Gewicht erhält dieser Ruf dadurch, dass er in den Jahren 2025–2026 vollständig lebendig und nicht bloß historisch ist. Die Spielzeit 2025/26 der Wiener Staatsoper erstreckt sich über das gesamte Kulturjahr und umfasst ein umfangreiches aktives Repertoire, mit Vorstellungen bis Juni 2026 sowie bedeutenden Werken von Mozart, Verdi, Wagner, Puccini, Strauss und anderen im laufenden Spielplan.

Die Wiener Staatsoper in Wien, Österreich.

6. Die Habsburger und Schloss Schönbrunn

Ihre Herrschaft erstreckte sich über mehr als 600 Jahre, was bedeutet, dass sie Österreich nicht durch eine kurze Blütezeit, sondern über Jahrhunderte der Politik, der Kriege, des Hoflebens, der Diplomatie und der kulturellen Entwicklung prägten. Diese lange Dauer ist entscheidend. Sie erklärt, warum Österreich noch immer so stark mit imperialer Repräsentation, dynastischer Macht und der Erinnerung an Wien als Zentrum eines weit größeren Reiches verbunden ist.

Schloss Schönbrunn verleiht dieser Geschichte eine greifbare physische Form. Weit mehr als eine prunkvolle Residenz wurde es zur zentralen Bühne, auf der habsburgische Macht, Geschmack und Hofkultur zur Schau gestellt wurden. Seine Größe, die Gartenanlagen, die Prunkräume und seine bleibende Bedeutung für das Bild Wiens machen es zu einem der stärksten Symbole des imperialen Österreichs. Der Palast ist auch deshalb von Bedeutung, weil er die dynastische Geschichte sichtbar und unmittelbar erfahrbar macht – und nicht nur in Büchern überliefert.

7. Die Wiener Kaffeehauskultur

In Wien ist das Kaffeehaus nicht nur ein Ort, um Kaffee zu trinken. Es ist Teil des Rhythmus der Stadt und eine der Kulissen, durch die man sich das österreichische Kulturleben vorstellt: Zeitungen auf hölzernen Halterungen, Marmortische, Kellner in formeller Kleidung, lange Gespräche, Zeit zum Lesen oder Schreiben – eine Atmosphäre, die gesellig und dennoch ohne Hast ist. Deshalb sind Kaffeehäuser für Österreichs Ruf so bedeutend.

Besonderes Gewicht erhält die Wiener Kaffeehauskultur durch ihre formelle Anerkennung neben ihrer alltäglichen Sichtbarkeit. Die UNESCO nahm sie 2011 in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf, was zeigt, wie tief sie in der Identität der Stadt verwurzelt ist. Doch ihre Bedeutung ist nicht nur zeremonieller Natur. Wien hat nach wie vor eine lebendige Kaffeehausszene, und diese Orte funktionieren weiterhin als echte Begegnungsstätten und nicht bloß als touristische Anlaufpunkte.

Maislinger, eine bekannte traditionelle Bäckerei und Konditorei in Hallstatt, Österreich.

8. Wiener Schnitzel

In vielen nationalen Küchen gibt es ein Gericht, das vor allem für Touristen bekannt ist – doch das Wiener Schnitzel spielt eine gewichtigere Rolle als das. Es ist mit der alltäglichen Restaurantkultur, der traditionellen Küche und dem Image der österreichischen Küche als einfach, wiedererkennbar und fest in alten städtischen Essgewohnheiten verwurzelt verbunden. Deshalb trägt das Gericht so viel Gewicht. Für viele Menschen im Ausland gehören Wien, Kaffeehäuser, klassische Musik und Wiener Schnitzel fast selbstverständlich zusammen.

Es handelt sich nicht um eine breite Kategorie von Gerichten mit paniertem Fleisch, sondern um eine sehr spezifische Zubereitung: ein dünnes, paniertes Schnitzel, das traditionell aus Kalbfleisch besteht. Der Name selbst verbindet das Gericht direkt mit Wien und machte aus einem Stadtgericht ein nationales Aushängeschild. Im Laufe der Zeit wurde es zu einem der Gerichte, die am stärksten mit österreichischen Restaurants und der traditionellen Küche insgesamt assoziiert werden.

9. Sachertorte und die österreichische Mehlspeiskultur

Österreich ist bekannt für Kuchen und Mehlspeisen, und die Sachertorte ist einer der deutlichsten Gründe dafür. Das Bild der österreichischen Küche beruht nicht nur auf deftigen Gerichten wie Schnitzel oder Knödeln, sondern auch auf einer langen Desserttraditon, die eng mit Kaffeehäusern, Konditoreien und dem Stadtleben – besonders in Wien – verbunden ist. Das ist wichtig, weil die österreichische Mehlspeiskultur wie ein Teil der übergeordneten Identität des Landes wirkt und nicht bloß eine Sammlung von Süßigkeiten darstellt. Sie ist mit dem Kaffeehaus-Ritual, der Präsentation und der Gewohnheit verknüpft, Kuchen und Mehlspeisen als selbstverständlichen Teil des sozialen Alltags zu betrachten.

Der Kuchen wird mit Franz Sacher im Jahr 1832 in Verbindung gebracht, was ihm einen präzisen Ursprung verleiht statt eines vagen traditionellen Hintergrunds. Aufgebaut aus Schokoladenkuchen und Marillenmarmelade, wurde er zu einem der Desserts, die am stärksten mit Wien und der österreichischen Kaffeehauskultur insgesamt assoziiert werden. Doch die Sachertorte verweist auch auf etwas Größeres: die breitere österreichische Mehlspeistradition mit ihrer ganzen Welt aus Torten, Strudeln, Cremen und Schichtgebäck, die in Kaffeehäusern und Konditoreien im ganzen Land serviert werden.

Sachertorte, ein berühmter österreichischer Schokoladenkuchen.
Tamorlan, CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0, via Wikimedia Commons

10. Hallstatt und das Salzkammergut

Zwischen See und Bergen gelegen, mit dicht gedrängten Häusern, die sich über dem Wasser erheben, sieht Hallstatt anders aus als fast jeder andere Ort in Österreich. Diese visuelle Klarheit ist ein wesentlicher Grund für seinen Ruhm. Viele Leser, die sonst kaum etwas über das Land wissen, erkennen Hallstatt als Inbegriff alpiner Schönheit, alter Besiedlung und dramatischer Landschaft, verdichtet auf engem Raum. Es wurde mehr als ein Dorf an einem See.

Das Dorf gehört zum Salzkammergut, einer Region, die seit Jahrhunderten durch Salzgewinnung geprägt ist, und das weitere Gebiet ist mit einer der ältesten Salzgeschichten Europas verbunden. Hallstatt selbst ist Teil einer von der UNESCO gelisteten Kulturlandschaft, was zeigt, dass seine Bedeutung nicht nur visueller Natur ist. Der Ort vereint Berge, Wasser, Siedlungsgeschichte und das lange Erbe des Salzes in einem kompakten Bild.

11. Innsbruck und Skifahren

Österreich ist bekannt für Skifahren, und Innsbruck ist eines der deutlichsten Beispiele für diese alpine Identität, weil es Stadtleben mit direktem Zugang zu den Bergen verbindet. Das unterscheidet es von einem klassischen Skiort. Innsbruck ist ein echter städtischer Mittelpunkt, zugleich aber eine Wintersportbasis, umgeben von bedeutenden Skigebieten – deshalb nimmt es in Österreichs internationalem Image einen so prominenten Platz ein. Für viele Menschen verkörpert die Stadt etwas Wesentliches über das Land: Die Berge sind nicht weit vom Alltag entfernt, sondern fest in ihn eingebettet. Die Stadt ist auch durch die Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 eng mit der Wintersportgeschichte verbunden, was ihrem Skirenommee internationale Dimension verlieh. Die weitere Region Innsbruck wird mit 12 Skigebieten beworben, und die nahe gelegene Berginfrastruktur ermöglicht es, Pisten, Snowboarden und Alpenblicke mit dem gastronomischen, hotellerischen und kulturellen Angebot der Stadt zu verbinden.

Panoramablick auf Innsbruck, eine Stadt im Bundesland Tirol, Österreich, mit dem markanten Nordkette-Gebirgszug der Alpen

12. Die Donau und die Wachau

Auf etwa 36 Kilometern zwischen Melk und Krems vereint die Wachau Weinberge, Dörfer, Klöster, Burgruinen und Flusslandschaft in einer Form, die sich sofort einprägt. Deshalb ist sie für Österreichs Image so bedeutend. Sie ist nicht nur wegen pittoresker Aussichten berühmt, sondern wegen einer langen Kulturgeschichte, die in der Form des Tals selbst bewahrt ist: steile Weinbergterrassen, alte Ortschaften, Klöster wie Melk und ein Flusskorridor, der über Jahrhunderte lesbar geblieben ist. Die Region wurde im Jahr 2000 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, was diesen übergeordneten Wert widerspiegelt.

13. Gustav Klimt und die Wiener Secession

Österreich ist bekannt für Gustav Klimt und die Wiener Secession, weil sie dem Land eine seiner klarsten modernen künstlerischen Identitäten verliehen. Klimt wird nicht nur als erfolgreicher Maler erinnert, sondern als eine der Figuren, die die österreichische Kunst von älteren akademischen Modellen weg und hin zu etwas Experimentellerem, Dekorativerem und unverwechselbar mit dem Wien der Jahrhundertwende Verbundenen führten. Deshalb trägt sein Name so viel Gewicht im kulturellen Image Österreichs.

Klimt war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession, und dieses Datum ist bedeutsam, weil es einen Bruch mit der konservativeren Kunstwelt der damaligen Zeit markiert. Die Secession wurde zu einer der wichtigsten Plattformen des Wiener Jugendstils, während Klimts Werk der Bewegung ihr bekanntestes Gesicht verlieh – durch Goldoberflächen, ornamentale Details, symbolische Bildsprache und Porträts, die noch heute auf Anhieb erkennbar sind.

Rosensträucher unter Bäumen (auch bekannt als Rosen unter Bäumen) des österreichischen Künstlers Gustav Klimt
Gustav Klimt, CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0, via Wikimedia Commons

14. Sigmund Freud und die Psychoanalyse

Sein Name trägt weit mehr als biografische Bedeutung. Freud half, die Psychoanalyse zu begründen – ein Fachgebiet, das die Art und Weise veränderte, wie Menschen über Geist, Erinnerung, Begehren, Träume und innere Konflikte nachdenken, weshalb sein Einfluss weit über Medizin und Therapie hinausreichte. Freud lebte und arbeitete fast 50 Jahre lang in der Berggasse 19, was Wien zum Zentrum der Entwicklung seines Denkens macht und nicht nur zur Kulisse. Von dort aus verbreiteten sich Ideen, die im späten kaiserlichen Wien entstanden, über ganz Europa und darüber hinaus und prägten Psychologie, Literatur, Philosophie und Kulturkritik im gesamten 20. Jahrhundert.

15. Johann Strauss und der Walzer

Österreich ist bekannt für den Walzer, und kein Name ist enger mit diesem Image verbunden als Johann Strauss II. Der Walzer ist in Österreich nicht nur ein Tanz, sondern Teil der übergeordneten kulturellen Identität des Landes – besonders in Wien, wo sich Musik, Zeremonie und gesellschaftliches Leben lange miteinander entwickelt haben. Deshalb ist Strauss so bedeutend für Österreichs Ruf. Er verhalf dem Walzer zu einem Bekanntheitsgrad, der weit über den Ballsaal hinausging und ihn zu einem der klarsten Klänge machte, die Menschen mit dem Land verbinden.

Strauss wurde als „Walzerkönig” bekannt, weil seine Musik dazu beitrug, die Form in ihrer berühmtesten und am weitesten verbreiteten Ausprägung zu definieren. Gleichzeitig blieb der Wiener Walzer eng mit der Balltradition der Stadt verbunden, in der Tanz nicht als historische Kuriosität, sondern als lebendiger Teil der saisonalen Kultur behandelt wird.

Johann-Strauss-Denkmal im Wiener Stadtpark
WayneRay, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

16. The Sound of Music

Österreich ist bekannt für The Sound of Music, vor allem durch Salzburg, denn der Film wurde zu einer der stärksten internationalen Popkultur-Assoziationen des Landes. Für viele Menschen außerhalb Europas prägte er ihr erstes mentales Bild von Österreich nachhaltiger als Geschichtsbücher oder Reiseführer. Das ist bedeutsam, weil der Film nicht nur zu einem erfolgreichen Unterhaltungswerk wurde.

Besonderes Gewicht erhält diese Verbindung dadurch, dass sie vor Ort noch immer sichtbar ist. Besucher suchen weiterhin Drehorte wie den Mirabellgarten, Schloss Leopoldskron und andere Schauplätze rund um Salzburg auf, was zeigt, dass der Film Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung 1965 nach wie vor Teil der touristischen Identität der Stadt ist. Deshalb verdient The Sound of Music einen Platz in diesem Artikel.

17. Die Spanische Hofreitschule und die Lipizzaner

Dies ist nicht nur eine Reitschule oder eine Touristenattraktion. Sie ist eines der stärksten Symbole österreichischer Hofkultur, das bis in die Gegenwart lebendig ist und in dem die klassische Reitkunst als Disziplin erhalten wird, die auf langer Ausbildung, Präzision und Ritual beruht. Deshalb trägt sie so viel Gewicht im internationalen Image Österreichs.

Die Lipizzaner-Hengste, die in der Winterreitschule auftreten, werden im Gestüt Piber gezüchtet, was bedeutet, dass die Tradition nicht auf eine Bühne in der Hauptstadt beschränkt ist, sondern von einem breiter angelegten österreichischen System aus Zucht, Ausbildung und Kontinuität abhängt. Die Schule selbst reicht in ihren Ursprüngen bis ins 16. Jahrhundert zurück, und die klassische Reitkunst ist dort als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt – ein Zeichen dafür, dass sie als lebendige Kulturpraxis und nicht nur als imperiales Relikt betrachtet wird.

Die Spanische Hofreitschule in Wien, Österreich.
Richardelainechambers, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

18. Die Großglockner Hochalpenstraße

Österreich ist bekannt für dramatische Gebirgsstraßen, und die Großglockner Hochalpenstraße ist das deutlichste Beispiel dafür, weil sie die Alpenlandschaft des Landes zu einem unmittelbaren Reiseerlebnis macht. Es ist nicht nur eine Straße durch die Berge, sondern eine der Routen, die am stärksten ausdrückt, wie Österreich im Ausland wahrgenommen wird: hohe Gipfel, enge Kurven, Aussichtspunkte, wechselndes Wetter und eine Landschaft, die von Höhe und Weite geprägt ist. Auf rund 48 Kilometern führt die Straße durch die Hohe Tauern und gibt Zugang zu einigen der eindrucksvollsten Bergpanoramen des Landes.

Die Straße steigt auf mehr als 2.500 Meter über dem Meeresspiegel und ist eng mit dem Blick auf den Großglockner – Österreichs höchstem Berg mit 3.798 Metern – sowie auf den Pasterzegletscher verbunden. Das verleiht ihr mehr als nur postalischen Wert. Sie wurde zu einem der stärksten Symbole für Alpenreisen in Österreich, bei denen die Bewegung durch die Landschaft selbst Teil der Attraktion ist.

19. Swarovski

Swarovski ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmensname. Es steht für eine spezifisch österreichische Mischung aus Präzision, visuellem Glanz und unternehmerischer Kreativität – deshalb wurde der Name weit über die Welt des Schmucks hinaus bekannt. Für viele Menschen steht der Name für Kristall schlechthin, und diese Art von Wiedererkennung ist selten. Das Unternehmen ist in Wattens in Tirol verwurzelt, wo Daniel Swarovski das Unternehmen 1895 gründete. Ein Jahrhundert später, 1995, wurden dort die Swarovski Kristallwelten eröffnet und entwickelten sich zu einer der bekanntesten modernen Attraktionen Österreichs, die bis heute mehr als 18 Millionen Besucher angezogen haben.

Swarovski Signum Schwan Kristallfigur, inspiriert vom neuen Swarovski-Schwan-Logo, entworfen von Martin Zendron
Glen Scarborough, CC BY-SA 2.0

20. Neutralität

Österreichs immerwährende Neutralität wurde 1955 festgelegt und bedeutet rechtlich gesehen bis heute, dass das Land keinen Militärbündnissen beitritt und keine ausländischen Militärbasen auf seinem Gebiet duldet. Deshalb prägt die Neutralität weiterhin das internationale Verständnis Österreichs: Sie verleiht dem Staat eine politische Identität, die leicht zu erkennen und gegenüber vielen anderen europäischen Ländern klar unterscheidbar ist.

Im Jahr 2025 beging Österreich 70 Jahre Neutralität, und die offizielle Sprache behandelt sie weiterhin als dauerhaftes Bekenntnis in der Außen- und Sicherheitspolitik. Gleichzeitig wird die moderne österreichische Neutralität in der Regel als militärische und nicht als politische Neutralität verstanden, was erklärt, warum das Land neutral bleiben und trotzdem Positionen in europäischen und internationalen Angelegenheiten einnehmen kann.

21. Weihnachtsmärkte

Andernorts sind saisonale Märkte oft nur ein festliches Beiwerk – in Österreich hingegen scheinen sie in das Stadtleben, die lokale Identität und den Wintertourismus eingewoben zu sein. Deshalb sind sie so bedeutend für das Image des Landes. Besucher verbinden Österreich im Dezember nicht nur mit Schnee, Musik und Bergen, sondern auch mit Plätzen voller Holzbuden, Lichtern, Punsch, Mehlspeisen, Weihnachtsschmuck und historischer Architektur als Kulisse für die Adventszeit. Wien und Salzburg stehen im Mittelpunkt dieses Rufs, aber die Tradition ist im ganzen Land sichtbar. Allein in Wien gibt es mehr als 20 offizielle Adventmärkte, was zeigt, wie tief die Tradition in der saisonalen Identität der Hauptstadt verwurzelt ist. Die Geschichte reicht weit zurück: Wiens Weihnachtsmarkttradition geht auf das Jahr 1296 zurück, als der Stadt das Recht gewährt wurde, einen Dezembermarkt abzuhalten.

Weihnachtsmarkt in Wien

22. Hitler, der Anschluss und Österreichs NS-Vergangenheit

Hitler wurde 1889 in Braunau am Inn geboren, und allein diese Tatsache verbindet Österreich mit einer der destruktivsten Figuren der modernen Geschichte. Der Anschluss vertiefte diese Verbindung noch weiter. Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein, und die Annexion wurde von großen Teilen der Bevölkerung begrüßt – weshalb diese Geschichte nicht auf eine von außen aufgezwungene Besatzung reduziert werden kann. Das ist ein Grund dafür, warum das Thema in jeder ernsthaften Darstellung dessen, wofür Österreich bekannt ist, unumgänglich bleibt.

Die nationalsozialistische Machtübernahme führte rasch zu Verfolgung, Ausgrenzung, Enteignung, Inhaftierung und Massenmord, und die Errichtung des Konzentrationslagers Mauthausen im Jahr 1938 machte Österreich zu einem der direkten Schauplätze des NS-Terrors. Deshalb bleibt Österreichs NS-Vergangenheit Teil des internationalen Bildes des Landes, auch wenn die Verbindung zutiefst negativ ist. Gleichzeitig definiert sich das moderne Österreich auch dadurch, wie es mit dieser Vergangenheit umgeht – durch Gedenkkultur, historische Forschung, Bildung und öffentliches Erinnern.

Wenn Sie wie wir von Österreich begeistert sind und bereit für eine Reise dorthin sind – lesen Sie unseren Artikel über interessante Fakten über Österreich. Prüfen Sie außerdem vor Ihrer Reise, ob Sie einen Internationalen Führerschein in Österreich benötigen.

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